Klimawandel in Tansania

Bei seinem Vortrag in Würzburg wies Fazal Issa auf die dramatischen Folgen des Klimawandels in Tansania hin

Fazal Issa mit Klaus Veeh

Während die Welt noch über den durchschnittlichen Temperaturanstieg von 0,8° Grad diskutiert, ist ein weitaus stärkerer Anstieg in Tansania längst Realität: Seit 1960 stieg die Temperatur um 1° Grad an, ein Anstieg um 1,7 – 2,5° Grad ist zu erwarten. Was viele nicht wissen: Besonders in Afrika, das selbst wenig durch Industrie-Emissionen zum Klimawandel beiträgt, sind die Folgen des Klimawandels dramatisch.

In seinem Vortrag am 14.03.2017 im Burkardushaus, zu dem der Würzburger Partnerkaffee e.V. und das Missionsreferat der Diözese Würzburg geladen hatten, zeigte Mr. Fazal Issa, Klimaexperte aus Dar-es-Salaam, wie überdurchschnittlich Tansania bereits von der Klimaveränderung betroffen ist. Das wirtschaftlich schwache Land kämpft unter anderem mit Überschwemmungen, starker Bodenerosion, Dürren und ansteigendem Meeresspiegel.

Auch unsere Kaffeebauern in der Region Ruvuma und am Kilimanjaro spüren bereits die negativen Auswirkungen des Temperaturanstiegs. In manchen niedrigeren Lagen kann kein Kaffee mehr angebaut werden, weil es dort zu heiß geworden ist. Zudem haben sich die Regenzeiten und Niederschlagsmengen spürbar verändert.

Fazal Issa erklärte, welche Maßnahmen Tansania trifft, um dem Klimawandel entgegenzuwirken und wo es auf internationale Hilfen angewiesen ist. Für die Zukunft wünscht er sich, dass die Zusagen der internationalen Gemeinschaft, was Hilfen und Fördergelder, aber auch die Reduktion klimaschädlicher Emissionen betrifft, eingehalten werden. Auch in Tansania versucht man, durch Aufklärung ein Bewusstsein für den Klimawandel zu schaffen.

Susann Scharrer