Frauen im Kaffee-Anbau

Angelika Ndunguru möchte sich und ihre Mutter selbst versorgen können. Auf dem Hochland beim Dorf Mahenge, welches nahe der Stadt Mbinga im Südwesten Tansanias liegt, baut sie Kaffee an. Genau wie 70 andere Frauen aus dem Dorf ist Angelika Mitglied in der Kooperative Mahenge Amcos, von der der Würzburger Partnerkaffee e.V. seinen Kaffee bezieht. Doch Frauen haben es im Kaffeeanbau in Tansania oft um einiges schwerer als Männer.

Angelika Ndunguru

Während Frauen rund 70 Prozent der Arbeit auf dem Kaffeefeld übernehmen, übernehmen nur bei 20 Prozent der Kaffeebetriebe Frauen die Führung. Auch ist das Land oft in den Händen der Männer, so dass Frauen mangels Sicherheiten kaum Zugang zu Krediten erhalten. Gleichzeitig sollen Frauen neben der Landarbeit auch noch die Arbeit im Haushalt leisten, wodurch sie weniger Zeit für Fortbildung haben.

Seit 2019 hat Fairtrade International die Fair Trade-Standards für Kleinbauernorganisationen um die Vorlage einer Gender-Strategie für eine stärkere Frauenförderung und mehr Geschlechtergerechtkeit erweitert. Diese Strategie wird nun auch in Mahenge erarbeitet. In Komitees wie „Umwelt“ und „Fairtrade-Premium“ sind bereits Frauen dabei. Bei den nächsten Wahlen der Genossenschaft Mahenge Amcos soll darauf geachtet werden, dass Frauen auch im Vorstand vertreten sind.

Die zunehmende Repräsentation der Frau in Ausschüssen und in Entscheidungspositionen soll ein erster Schritt sein, die Rolle der Frau im Kaffeeanbau zu stärken und so langfristig auf mehr Gleichberechtigung hinzuarbeiten.