Kaffeeanbau ist nicht gleich Kaffeeanbau

Ein Bericht von unserer Mitarbeiterin Katharina Lang Bis zum Horizont – alles Plantage | Foto (c) Thomas Beutler Kaffeebäume soweit das Auge reicht: Eingeteilt in endlose Zeilen stehen tausende Kaffeebäume auf rund 2.000 Hektar Land im Süden Tansanias. Richtig, ich bin heute nicht in Mahenge, wo der Würzburger Partnerkaffee angebaut wird, sondern ca. 100 Kilometer weiter östlich zwischen Mbinga und Songea unterwegs. Dort betreibt ein international agierendes Nahrungsmittel-Unternehmen seit einigen Jahren eine Kaffeeplantage. Doch außer dem Anbau der Kaffeesorte Arabica hat die Plantage wenig mit dem Kaffeeanbau in Mahenge gemeinsam. Auf einer Rundfahrt sehe ich große Maschinenhallen mit etlichen Traktoren weiterlesen…

Fluchtursache: Agrarexporte nach Afrika

oder: Wie unser Überfluss die Märkte in afrikanischen Ländern kaputt macht Gern gegessen werden hierzulande Hühnerschenkel, doch was passiert mit dem Rest vom Huhn? Milch wird in Europa in riesigen Mengen billigst produziert, doch wohin mit den Überschüssen? Weizenproduktion in Monokulturen gehören längst zum Landschaftsbild, doch wo landet unser Weizen eigentlich? Beispiele für die Entsorgung überflüssiger Agrarprodukte Europas in Afrika. Beispiel 1: Hähnchenreste für Liberia Unter dem Vorwand, dass eiweißhaltige Nahrung aus Fleisch in Liberia zur Tagesversorgung gehören und die Produktion vor Ort nicht genügend liefern kann, gelang es findigen Exporteuren, die Reste unserer Hühnerproduktion, also die Knochen und Füße, weiterlesen…

Kaffee-Reise Spezial

Neues von Mahenge Amcos – Unser Geschäftsführer Klaus Veeh hatte die Möglichkeit, Anfang November die Mahenge Amcos Genossenschaft zu besuchen und hat dabei vielfältige Erfahrungen sammeln können: Zum einen konnte er die von unserem Verein bezuschusste Wasserleitung (vgl. Kundeninfo Nr. 89) zur geplanten Sekundarschule unserer Partnerkooperative sehen. Die Genossen haben bereits begonnen, den Bauplatz für die Schule herzurichten. Er liegt ca. 5 km vor der Stadt Mbinga, wenn man aus Richtung Songea von dorthin einfährt. Zum anderen sprachen wir im Herbst mit David Haule und Fr. Lukas über die Möglichkeit des Bio-Anbaus für einen Teil unseres Kaffees. Viele der Bauern weiterlesen…

Die Anfänge des Würzburger Partnerkaffee e.V.

Wie entstand eigentlich die Idee zum Würzburger Partnerkaffee e.V.? Unser Verein hat viele Väter und Mütter. Eine besondere Schlüsselfigur unseres Projektes ist der Benediktinerpater Athanasius Meixner OSB der Münsterschwarzacher Abtei. Er lebt seit 1967 in Tansania und war 1993 an der Gründung der privaten Kaffee-Kooperative Usambara Cooperative Union in den Usambarabergen im Nordosten Tansanias beteiligt. Etwa 400.000 Kleinbauern leben in Tansania vom Kaffeeanbau, oft in ärmlichsten Verhältnissen. Pater Athanasius war klar, dass ihnen am besten durch ein ausreichendes Einkommen zu helfen ist, das sich nicht nach dem schwankenden Kaffeepreis auf dem Weltmarkt richtet. Sein Wahlspruch war schon damals: „Die Produzenten sollen zuerst bedacht weiterlesen…

Klimawandel in Tansania

Bei seinem Vortrag in Würzburg wies Fazal Issa auf die dramatischen Folgen des Klimawandels in Tansania hin Während die Welt noch über den durchschnittlichen Temperaturanstieg von 0,8° Grad diskutiert, ist ein weitaus stärkerer Anstieg in Tansania längst Realität: Seit 1960 stieg die Temperatur um 1° Grad an, ein Anstieg um 1,7 – 2,5° Grad ist zu erwarten. Was viele nicht wissen: Besonders in Afrika, das selbst wenig durch Industrie-Emissionen zum Klimawandel beiträgt, sind die Folgen des Klimawandels dramatisch. In seinem Vortrag am 14.03.2017 im Burkardushaus, zu dem der Würzburger Partnerkaffee e.V. und das Missionsreferat der Diözese Würzburg geladen hatten, zeigte weiterlesen…